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frischer wind in der politischen arena: neue soziale bewegungen
oder: was parteien von neuen sozialen bewegungen lernen können
Österreich
ist für emanzipative Bewegungen kein guter Boden. Die Errungenschaften
der Gewerkschaftsbewegung sind zwar im internationalen Vergleich beträchtlich,
jedoch stammen sie größtenteils aus Zeiten sozialdemokratischer
Regierungsbeteiligung. Die Studierendenproteste der 60er und 70er Jahre erreichten
in Österreich nie das Ausmaß jener in Frankreich oder Deutschland.
Während es hierzulande für Demonstrationen eine selten durchbrochene
Schallmauer bei 100.000 TeilnehmerInnen gibt, ist das die Schwelle zur Wahrnehmung
in Italien. Die Proteste gegen die neoliberale Globalisierung haben in Göteborg
oder Genua hunderttausende Menschen angezogen – in Österreich ein
Zehntel, was nicht zuletzt auch das Österreichische Sozialforum 2004
in Linz gezeigt hat.
Immerhin: Die erfolgreichste soziale Bewegung in der Geschichte der Republik
hat nach der Verhinderung des AKW Zwentendorf eine eigene Partei gegründet.
Und dennoch gibt es vor allem in anderen europäischen Ländern unübersehbare
Indizien für den Erfolg von Neuen Sozialen Bewegungen und NGOs. In einer
Zeit des staatlichen Rückzugs aus vielen Bereichen der Gesellschaft,
steigendem Desinteresse an der Politik und stark rückläufigen Mitgliederzahlen
der Parteien scheinen Neue Soziale Bewegungen und NGOs frischen Wind in die
politische Arena zu bringen.
Anhand von fünf Thesen soll eine Annäherung an (Neue) Soziale Bewegungen
und NGOs diskutiert werden. Im Mittelpunkt stehen in Zeiten des zunehmenden
Desinteresses an Parteien und Politik die Erfolgsfaktoren dieser Formen des
politischen Engagements und mögliche Lehren für politische Parteien
im Allgemeinen und die Sozialdemokratie im Besonderen.
These 1: Tendenzen einer gesellschaftlichen Individualisierung sind eine Hauptursache für Parteien- und Politikverdrossenheit aber auch für den Aufschwung der „Neuen“.
Jede Ursachenforschung bedarf nach sozialwissenschaftlichen Grundlagen einer
Beziehung zu den jeweiligen historischen Rahmenbedingungen. Die Individualisierungsdebatte,
die im deutschen Sprachraum vorwiegend vom bekanntesten zeitgenössischen
Soziologen Ullrich Beck dominiert wird, liefert hier interessante Aspekte.
„Individualisierung ist zu einem Schlüsselwort der politischen
Auseinandersetzung geworden. An ihm scheiden sich die Geister. Dies deutet
darauf hin, dass sich das Konfliktgefüge verschiebt. In den Hintergrund
treten die Gegensätze zwischen Arbeit und Kapital, die Gegensätze
zwischen Klassen allgemein: und quer dazu bildet sich eine Konfliktlinie heraus:
Die Autonomie einer Gesellschaft der Individuen trifft auf den Widerstand
einer in Teilen durch das Gespenst der Normauflösung verunsicherten und
radikalisierten Mitte.“ (Ulrich Beck )
Scheinbar verliert die Klasse als „subjektive Wahrnehmungsform des sozialen
Raumes“ für die Menschen an Bedeutung. Gregor Matjan argumentiert,
dass aufgrund der „Zunahme an Widersprüchen über die ökonomische
Klassenlage hinaus“ die Klasse in gewachsenen kapitalistischen Gesellschaften
von Milieus abgelöst wird. Neue soziale Konfliktstränge (jung oder
alt, Stadt- oder Landbevölkerung, In- oder AusländerInnen, Gläubige
und AtheistInnen) entwickeln sich. Einhergehend damit kommt es zu einer Pluralisierung
an Werten und Normen (vgl. Individualisierungsdimensionen nach Beck). Es kann
aus Sicht der politischen Parteien von einer (inneren) Differenzierung der
Klientels gesprochen werden. Damit wird es für Parteien schwieriger mit
einem bestimmten politischen Programm größere, unterschiedliche
Teile der Bevölkerung direkt anzusprechen und Angebote und Antworten
zu bieten. Offensichtlich wird diese Entwicklung bei einem Blick auf die rückläufigen
Mitgliederzahlen der Parteien und ihrer Vor- bzw. Umfeldorganisationen. Ein
weiteres Indiz dafür ist, dass sich der Anteil jüngerer Mitglieder
und FunktionärInnen auf niedrigstem Niveau befindet. Das Motto der ArbeiterInnenbewegung,
für jede Lebenslage ein sozialdemokratisches Angebot zu stellen, verliert
dadurch an (strategischer) Bedeutung.
Andere Tendenzen der Individualisierung betreffen das politische System selbst.
Der Staat befindet sich in einem freiwillig geführten „Rückzugsgefecht“
und zieht sich aus Teilbereichen der Gesellschaft zurück. Parallel dazu
ändert sich auch die Einstellung großer Teile der Bevölkerung
– der Staat soll, so der Grundtenor, auf Distanz bleiben. Darüber
hinaus wird der Handlungsspielraum für die Politik in einer vernetzten
und internationalen Gesellschaft kleiner. Europaweit können Regierungen
der lahmen Konjunktur wenig entgegensetzen – daran gekoppelt ist, dass
vor allem sozial- und wirtschaftspolitische Versprechen nicht gehalten werden
können. Damit die Politikverdrossenheit zu begründen, wäre
jedoch zu kurz gedacht.
Das Rückzugsgefecht des Staates führe weniger zu einer Entpolitisierung
der Gesellschaft als vielmehr zu einer Entgrenzung der Politik, argumentiert
der Münchner Soziologe Ronald Hitzler. „Das je eigene Leben wird
zunehmend als gestaltungsfähig und gestaltungsbedürftig und nicht
mehr jenseits öffentlicher Interessen begriffen, sondern wird selbst
zu Mittel und zum Ziel politischen Handelns“ (Politisierung des Privaten).
Die Bundesregierung liefert mit dem erklärten Ziel, neben der staatlichen
und der betrieblichen Altersvorsorge auch eine private Säule aufzubauen,
ein aktuelles Beispiel.
Dass es auch auf Seite der Politik(erInnen) zu einer Entgrenzung kommt, legen
die neue Politikform „Lobbying“ und ihr vor allem auf europäischer
Ebene unübersehbarer Zuwachs und der neue Terminus „BeraterInnendemokratie“
nahe. Auch auf nationaler oder lokaler Ebene bilden sich Netzwerke mit anderen
gesellschaftlichen Teilbereichen. Nichtzuletzt wird auch das Privatleben von
PolitikerInnen vermehrt zum ungewollten Politikum oder zum gewollten Wahlmotiv.
Der Bedeutungsverlust von Klassen als „subjektive Wahrnehmungsform des
sozialen Raumes“, die zunehmende „Gestaltungsbedürftigkeit“
des eigenen Lebens und die Beeinflussung der Politik durch andere Teilbereiche
stellen die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für eine wahrnehmbare
Pluralisierung an Standpunkten dar. Vor diesem Hintergrund ist der geringe
Zuspruch zu Parteien und der Aufschwung neuer AkteurInnen erklärbar.
Ähnlich argumentieren Neidhardt/Rucht, dass „eine Pluralität
von Bewegungen zur Dauererscheinung des gesellschaftlichen Lebens wird“.
These 2: Jede Bewegungsform versteht sich als Weiterentwicklung ihrer Vorgänger. Die Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen hat funktioniert. Oder: Was passiert, wenn Veränderung nicht verhindert wird.
Soziale Bewegungen sind – so lange sie den Bewegungscharakter bewahren – enorm flexibel. Sie können sich den gesellschaftlichen Veränderungen und den politischen Rahmenbedingungen wesentlich rascher anpassen als andere politische AkteurInnen. Im Gegensatz dazu haben Parteien und Gewerkschaften (die sich institutionalisiert haben und heute kaum noch als Bewegung gelten) eine immanente Tendenz, den Status quo zu bewahren. Diese Flexibilität sozialer Bewegungen führt zu einer Vielfalt an Bewegungsformen – diese sollen in diesem Abschnitt chronologisch typisiert und die Veränderungen und ihre Ursachen beschrieben werden.
Soziale Bewegungen „alten Stils“
Obwohl
viele der heutigen Generationenkonflikte auf die Studierendenbewegung von
1968 zurückzuführen sind, blieben die 68er gemessen an ihren Zielen
relativ erfolglos. Ihre Nachfolger wie die (neue) Frauenbewegung, die Friedens-
und Anti-Kriegsbewegung, die Ökologie- und Anti-AKW-Bewegung oder die
Eine-Welt und Solidaritätsbewegung setzten die Arbeit als emanzipative
Bewegung fort, jedoch mit einem wesentlichen Unterschied: Nicht mehr die Systemkritik,
der Angriff auf das Fundament der Gesellschaft war das Ziel, sondern relativ
abgegrenzte Interessen und Politikfelder wie die Gleichstellung der Frau oder
die Bewusstmachung der ökologischen Fehlentwicklungen von Industriegesellschaften.
Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich die sozialen Bewegungen der 70er
und 80er Jahre maßgeblich durch desillusionierte Anhängerinnen
und Anhänger der 68er Bewegung rekrutierten. Eine mögliche Überlegung
dahinter: Wenn wir mit der Forderung nach einer anderen Gesellschaft nicht
durchkommen, dann vielleicht mit der Forderung nach einer punktuell anderen
Gesellschaft. Es ist auch unbestritten schwieriger, Menschen von alternativen
Formen des Zusammenlebens in ihrer Gesamtheit zu überzeugen, als einzelne
gesellschaftliche Schieflagen aufzuzeigen.
Wie eng diese sozialen Bewegungen mit den vorangegangenen Studierendenprotesten
verbunden sind, zeigt auch ihre „grass-root“ Organisierung: Die
Basisorientierung jener Bewegungen ist ein wesentliches Merkmal und gilt als
Grundpfeiler der Bewegungskultur. Sie äußert sich nicht nur durch
das Fehlen formeller Hierarchien sondern auch durch eine niedrige Organisationstiefe.
Charakteristisch für diese Bewegungen ist auch die Ausrichtung auf öffentlichen
Protest (z.B. durch Besetzungen) als wesentliche Politikform – ein Merkmal,
das bei der 68er Bewegung viel schwächer ausgeprägt war. Direkt
damit verbunden ist auch eine relativ starke Massenbasis – während
ihre Vorgänger nur unter den Studierenden wirklich dominant waren (andere
Schichten wurden nur unzureichend angesprochen), versuchten diese Bewegungen
unterschiedliche Milieus anzusprechen.
Getragen wurden alle Bewegungen aber von AktivistInnen der Bildungseliten
und der Mittelschichten. In vielen Fällen wurden auch „Stellvertreterkriege“
geführt: Nur selten hatten die AnhängerInnen und TrägerInnen
der Bewegungen ein unmittelbares Interesse an der Umsetzung ihrer Forderungen
– ein nur mittelbares und ideelles Interesse wurde vor allem von der
oft konservativen Öffentlichkeit abschätzig bewertet. Der Erfolg
dieser Bewegungen ist unterschiedlich. Die Abschaffung des § 218 und
die Einführung des legalen Schwangerschaftsabbruches ist zweifelsohne
ein Verdienst der Frauenbewegung. Selbiges gilt für den verhinderten
Bau des AKW Zwentendorf und die Anti-AKW Bewegung. Nachhaltig konnten diese
Bewegungen aber vor allem eines erreichen: Bewusstseinsbildung – ohne
sie gäbe es heute weder eine Diskussion über die Gleichberechtigung
der Frauen und ihre Rolle in der Gesellschaft noch ein Bewusstsein für
nachhaltiges Wirtschaften.
Nicht-Regierungsorganisationen (NROs) / Non-Government Organisations (NGOs)
Formal
betrachtet sind NGOs kein neues Phänomen – die älteste humanitäre
NGO, das Rote Kreuz, wurde bereits 1864 gegründet. Freilich hat das „International
Red Cross Committee“, der internationale Dachverband und die finanzstärkste
NGO der Welt, mit den NGOs im heutigen Verständnis relativ wenig gemein.
Heute versteht man darunter freiwillige, regierungsunabhängige und nicht
profitorientierte Organisationen. Ohne Zweifel sind sie die Weiterentwicklung
der sozialen Bewegungen alten Stils. Wie nahtlos der Übergang zwischen
Bewegung und Organisation sein kann, zeigen zum Beispiel die Umweltschutzorganisationen
„Global 2000“ oder „Greenpeace“.
Die Basisorientierung (grass-root) der sozialen Bewegungen führte erwartungsgemäß
dazu, dass rasche Entscheidungen kaum möglich waren und es durch mangelnde
Organisation an Schlagkraft fehlte. Deswegen haben NGOs die aktive Massenbasis
ihrer Bewegungen vernachlässigt und im Gegenzug Professionalisierung
angestrebt. Während Bewegungen ihre AnhängerInnen mobilisieren konnten,
führten NGOs die Trennung zwischen AktivistInnen und UnterstützerInnen
ein. Auch die Zielsetzung wurde gegenüber einer Bewegung professionalisiert:
NGOs wollen dauerhaft Entscheidungsfindungsprozesse beeinflussen und verstehen
sich oft als zivilgesellschaftliche Lobbygruppen mit einem relativ engen Themenspektrum.
Diese Überlegung führte unter anderem auch dazu, dass NGOs ihre
Strukturen an die der jeweiligen (staatlichen) Institutionen anpassten. So
verfügen Organisationen wie Greenpeace oder Amnesty International über
ein sehr dichtes globales Netzwerk, welches die Möglichkeit hat, mit
Kommunen, nationalen Regierungen oder supranationalen Institutionen in Kontakt
zu treten. Wichtigstes Ziel von NGOs ist EntscheidungsträgerInnen in
den unterschiedlichen Gesellschaftsbereichen zu beeinflussen und unter öffentlichen
Druck zu setzen (campaigning Funktion). Damit verbunden ist auch ein erstaunliches
und für PolitikerInnen oft unverzichtbares Know-How (expertise Funktion).
Eine weitere typische Funktion von NGOs ist es, Themen, die in der politischen
Auseinandersetzung oder in der Medienberichterstattung nicht zu Wort kommen,
Öffentlichkeit zu verleihen (advocacy Funktion).
Durch Organisationscharakter sind auch Fragen der Organisationsentwicklung
relevant geworden – was zu einer unüberschaubaren Vielfalt an Organisationstypen
geführt hat. Auf dem einen Extrem befinden sich vorwiegend dienstleistende
und ausführende NGOs, die oftmals auch Aufträge im Namen des Staates
übernehmen (aktuell: Die Ausgliederung der mobilen Altenbetreuung der
Stadt Linz an die Volkshilfe). Hier entsteht eine Trennunschärfe gegenüber
dem Begriff „Non-Profit Organisation“ (NPO). Auf dem anderen Extrem
befinden sich politisch aktive und kritisierende NGOs mit teilweise starken
Anlehnungen an Soziale Bewegungen – Prominentestes Beispiel dafür
ist Greenpeace. Das vergangene Jahrzehnt war für BewegungsforscherInnen
geprägt von aufsehenerregenden Erfolgen der professionell agierenden
NGOs.
Neue Soziale Bewegungen / New Social Movements.
Mit der
zunehmenden europäischen Integration erhöhte sich auch die Komplexität
des politischen Alltags. Entscheidungen werden heute von einer Vielzahl von
externen Faktoren bestimmt: Das beginnt bei der Europäisierung (und allgemeiner
Internationalisierung) der Politik, die entscheidende Kompetenzen von der
nationalen auf eine europäische Ebene verlagert hat und endet vorerst
mit dem Kampf um internationale InvestorInnen zwischen einzelnen Staaten.
Auf globaler Ebene musste eine entgeisterte Zivilgesellschaft feststellen,
dass die Weltbevölkerung noch nie so wohlhabend war und es dennoch nicht
gelingt, die Entwicklungsländer des Südens an den Wohlstand des
Nordens heranzuführen. Die Asienkrise und noch vielmehr das Zerplatzen
der New Economy Blase zeigten der Bevölkerung der Industrienationen die
Instabilität ihrer entwickelten Wirtschaftssysteme auf. Die Ratschläge
des Internationalen Währungsfond an das trotz Schwierigkeiten aufstrebende
Argentinien stürzten das Land in die schwerste Wirtschaftskrise seiner
Geschichte und nahmen der Bevölkerung der Südstaaten die letzte
Hoffnung in die vorherrschende politische Dreifaltigkeit von Deregulierung,
Liberalisierung und Privatisierung. In dieser vernetzten Welt fällt es
den politischen AkteurInnen zunehmend schwerer, Lösungen für die
brennendsten Probleme zu finden.
Welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf soziale Bewegungen? Isolierte
Betrachtungsweisen – sowohl des Problems als auch der Lösung –
verlieren in der beschriebenen vernetzten Welt an Bedeutung. Kein Erklärungsversuch
für eine politische Schieflage kommt um die Kritik am politischen und
wirtschaftlichen System herum. Neue Soziale Bewegungen reagieren darauf und
versuchen ganzheitlichere Erklärungsmodelle und Lösungsvorschläge
zu erarbeiten. Damit steht die Neue Soziale Bewegung im Gegensatz zur Studierendenbewegung
(keine konkreten politischen Konzepte) und im Gegensatz zu ihren Nachfolgebewegungen
und den NGOs (eingeschränktes Themenfeld, „special interest movements“)
in Konkurrenz zu den politischen Parteien.
Die Globalisierung, wie sie hier beschrieben wurde, führt aber auch dazu,
dass Probleme globalisiert werden. Ein nationaler Vorstoß in Sachen
Klimaerwärmung ist nutzlos – es bedarf globaler Antworten. Selbiges
gilt für nahezu alle politischen und sozialen Probleme unserer Gegenwart:
Steuer- und Sozialdumping, Standortverlegungen von Unternehmen, mangelndes
Wirtschaftswachstum – die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.
Das führt notwendigerweise auch zu einer weiteren Internationalisierung
der Neuen Sozialen Bewegung.
Die Nachfolger der Studierendenprotestbewegung – sie lieferte die theoretischen
Grundlagen der sozialen Bewegungen – haben aus den „Fehlern“
gelernt. Eingegrenzte Themenbereiche und eine verstärkte Ausrichtung
auf den öffentlichen Protest sind die wesentlichsten Merkmale. Die niedrige
Organisationstiefe verhinderte eine effiziente Beeinflussung der EntscheidungsträgerInnen.
Das gelang der neuen Generation der NGOs durch stetige Professionalisierung
und die Wandlung zu Lobbygruppen. Die Neuen Sozialen Bewegungen mussten durch
die Globalisierung auf neue Rahmenbedingungen reagieren: Ganzheitlichere Analysen,
internationalistischere Ausrichtung und eine neue Form der Kooperation und
damit der Politik. Letztere ist Thema der folgenden These.
These 3: Neue Soziale Bewegungen haben ein neues Politikverständnis internalisiert – die Bewegung der Bewegungen. Oder: Offenheit und Pluralismus.
Während
bei den sozialen Bewegungen „alten Stils“ eine gewisse Verdichtung
zu einer kollektiven Akteurin erkennbar war, stellen die Neuen Sozialen Bewegungen
nicht einmal den Anspruch, besonders geeint aufzutreten. Vielmehr steht hier
der strukturelle Pluralismus im Vordergrund. Die These soll anhand der wohl
bekanntesten globalisierungskritischen Organisation, ATTAC , untermauert werden.
ATTAC zielte mit der Gründung 1995 in Frankreich auf die Fortsetzungen
der Mobilisierungen gegen den Juppé-Plan (1995) und das „Mulitlateral
Agreement on Investment“ (MAI, 1996). Mittlerweile haben sich Gruppen
in 40 Ländern mit insgesamt 60.000 Mitglieder gegründet –
Tendenz stark steigend. ATTAC sieht sich weder als NGO noch als Netzwerk oder
Bewegung, sondern eine Kombination aus allen Dreien: „Wie man diesen
Organisationstypus dann nennt, ist zunächst zweitrangig. Organisationssoziologen
werden sich über kurz oder lang dazu etwas einfallen lassen“, heißt
es dazu beinahe lapidar im Selbstverständnispapier von ATTAC.
Für eine NGO sprechen der relativ hohe Professionalisierungsgrad (der
z.B. durch strategisch geplante Kampagnen deutlich wird) und der kontinuierliche
Aufbau von internen Strukturen von Arbeitsgemeinschaften über Orts- und
Regionalgruppen bis hin zu regelmäßigen europäischen Treffen.
Hingegen sind die grass-root Struktur samt Basisdemokratie und Einbindung
aller Interessierten in Entscheidungsfindung und Planung und Durchführung
von Aktionen wesentliche Elemente einer sozialen Bewegung.
Das Netzwerk ATTAC wiederum besteht aus den unterschiedlichsten Mitgliedsorganisationen
(von Gewerkschaften über NGOs und Bürgerinitiativen bis hinzu kirchlichen
Organisationen), die sich aber nicht unterordnen sondern ihre Partikularinteressen
vertreten und einbringen. Vor allem im Vergleich zu anderen Bewegungen fällt
auf, dass bei ATTAC Menschen aus sehr unterschiedlichen Milieus aktiv werden:
Studierende und SchülerInnen (vermehrt auch ihre ProfessorInnen) finden
sich dort ebenso wie interessierte ArbeiterInnen und Angestellte aus vielen
Branchen und vereinzelte PensionistInnen und LandwirtInnen. Auch die politischen
Einstellungen sind vielfältig: KommunistInnen auf dem Weg zur finalen
Systemüberwindung, SozialdemokratInnen und GewerkschafterInnen, GrünwählerInnen
und ehemalige AktivistInnen der Öko-Bewegung, aufgeklärte Gläubige
aller Konfessionen aber auch Menschen, die keine fixe politische Heimat besitzen.
Man ist stolz auf den Pluralismus der Meinungen und den Pluralismus der Menschen.
Der Prozess der Meinungsbildung gestaltet sich dementsprechend schwierig –
mittlerweile hat man sich darauf verständigt, dass höchstens 10%
der Anwesenden mit einer Entscheidungsposition nicht einverstanden sein dürfen
. Es kommt also zu einem ständigen Abwägen zwischen professioneller
Agitation und mobilisierender Bewegung.
An dieser Stelle sollte auch die zweite bedeutende Organisationsform der Neuen
Sozialen Bewegungen erwähnt werden: Die Sozialforen. Sie verstanden sich
ursprünglich als internationale Gegenveranstaltung zu den Gipfeln der
Welthandelsorganisation und finden mittlerweile in nationalen (Austrian Social
Forum, zuletzt in Linz), kontinentalen (European Social Forum, zuletzt in
London) und globalen (World Social Forum, zuletzt in Mumbai) Abwandlungen
regelmäßig statt. Erfolgreiche Sozialforen wie jenes in Mumbai
mobilisierten tagelang über 100.000 TeilnehmerInnen aus der ganzen Welt,
um über eine alternative Globalisierung zu diskutieren und die Entwicklung
von Gegenkonzepten zu fördern.
Die Sozialforen erinnern an einen Jahrmarkt der politischen Ideen und Visionen
– das nur mäßig erfolgreiche Sozialforum 2004 in Linz wurde
immerhin von über 200 Organisationen unterstützt. Ähnlich wie
bei ATTAC werden auch hier Pluralismus und Offenheit als wesentliche Grundsäulen
hochgehalten. Die Sozialforenbewegung versteht sich selbst als Bewegung der
Bewegungen, in dem sie die unterschiedlichsten AkteurInnen aus allen Politikbereichen
zusammenbringt und versucht zu vernetzen.
Der große Zuspruch zu diesen Neuen Sozialen Bewegungen läßt
sich vor allem durch diesen Pluralismus begründen: Es gibt keine Wahrheit,
die verkündet wird und es gibt auch keine alleinstehende Strategie oder
Antwort auf die Herausforderungen der Globalisierung. Vielmehr wird akzeptiert,
dass es unterschiedliche Herangehensweisen ebenso gibt wie unterschiedliche
Interessen. Genau dieser Zusammenprall – die Schnittmenge zwischen besorgten
LandwirtInnen, überzeugten KatholikInnen und revolutionären KommunistInnen
ist denkbar gering – wird aber von den meisten Gruppen als fruchtbar
anerkannt. Partikularinteressen sind in diesem Sinne kein Übel, das die
Bewegung einschränkt – wie es in anderen Bewegungen betrachtet
werden würde. Damit reagieren die Neuen Sozialen Bewegungen auf die,
durch die eingangs diskutierten Individualisierungsprozesse veränderten,
gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
These 4: Die Chancen der Neuen Sozialen Bewegungen können gleichzeitig zur größten Herausforderung werden. Oder: Die Probleme der Neuen.
Mit den
nahezu naiv anmutenden Prinzipien Offenheit und Pluralismus ist auch gleichzeitig
die Gefahr der Ausnutzung präsent. Sowohl ATTAC als auch die Sozialforenbewegung
werden mit dogmatischen Radikalismen von links und rechts konfrontiert. Erst
jüngst musste sich ATTAC Vorwürfe, mit Antisemitismus zu liebäugeln,
gefallen lassen . Seit den Ausschreitungen von Genua kommt auch kein Sozialforum
und keine Gegenveranstaltung zu den Gipfeln der Regierungschefs und Konzerne
an einer Abgrenzung zu gewaltbereiten bis gewalttätigen Gruppen vorbei.
Und jedesmal fällt es schwer, die eigenen Grundsätze zu verteidigen
und sich gleichzeitig von dogmatischen AusreißerInnen zu verabschieden.
Die scharfe Trennlinie, die es zu treffen gilt, lautet: Wer Pluralismus nur
zur eigenen Profilierung ausnutzt, aber gleichzeitig andere Meinungen nicht
akzeptiert, schadet dem gemeinsamen Ziel. Eine scheinbar banale Diskussion,
die in jeder Bewegung geführt wird und offenbar geführt werden muss.
Eine weitere Herausfordung betrifft die eigene Zukunft. Die Öko-Bewegung
gilt für weite Teile der Neuen Sozialen Bewegung als Negativ-Bewegung.
Die Öko-Bewegung hat sich nach ihrem Höhepunkt (bzw. ihrem Niedergang)
getrennt: Auf der einen Seite gründeten sich NGOs ohne Mobilisierungsanspruch
als Lobbygruppen. Auf der anderen Seite wurde eine Partei gegründet –
die leidige Diskussion innerhalb der Grünen ist hinlänglich bekannt.
Diese beiden Szenarien sind nicht nur intern unbeliebt – gerade innerhalb
der Sozialdemokratie findet sich hier der Grund für Vorschuss-Misstrauen
gegenüber sozialen Bewegungen.
Eng damit verbunden ist auch die Gefahr der Vereinnahmung: In Frankreich,
dem europäischen Mutterland der Neuen Sozialen Bewegungen, streiten sich
die abgewählte Sozialistische Partei, die Liga der Revolutionären
Kräfte, die Grünen und – in Österreich unvorstellbar
– das konservative UMP-Bündnis um Premier Raffarin und Präsident
Chirac um die „altermondialistes“ und ihre AnhängerInnen.
ATTAC Frankreich Sprecher Nikonoff gibt die Parole aus, die für die gesamte
Bewegung wie ein Credo wirkt: „Wir wollen eine Übersetzung in die
Politik ohne jemals Partei zu werden.“ In Frankreich scheint das aufgrund
des Zuspruchs der Parteien zu gelingen, urteilt der „Zeit“-Redakteur
Michael Mönninger .
Auch die dritte wesentliche Herausforderung der Neuen Sozialen Bewegungen
ist typisch für Bewegungen: Mangelnde Professionalität verhindert
Effizienz in der politischen Arbeit und damit letztendlich auch Erfolg. Die
unterschiedlichen Ansätze von schlank organisierten NGOs und basisorientierten
grass-root Bewegungen lassen sich nur bedingt vereinbaren. Wie es gehen könnte,
zeigen ATTAC Frankreich und Deutschland. Wie es auch anders ausgehen kann,
zeigt die von Kinderkrankheiten geplagte österreichische Neue Soziale
Bewegung. Selten gelingt es den VeranstalterInnen (mangels ausgereifter PR-Strategien)
die öffentliche Wahrnehmungsschwelle zu durchbrechen, und selbst dann
bleibt für Außenstehende oft nur der nach dem zweiten Mal plump
wirkende Generalslogan „Eine andere Welt ist möglich“ hängen.
Wenn sich dazu noch organisatorische Probleme gesellen, können nicht
nur keine neuen Menschen angesprochen werden, auch Enttäuschung unter
den bestehenden AnhängerInnen macht sich breit.
These 5: Die Sozialdemokratie kann als Partei, die selbst aus einer emanzipativen Bewegung entstanden ist, viel von den Neuen Sozialen Bewegungen lernen.
Die Sozialdemokratie
ist selbst aus einer sozialen Bewegung hervorgegangen, wenn sie nicht sogar
die erste emanzipative Bewegung unseres Kontinents war. Im Gegensatz zu konservativen
Strömungen hat sie aus ihrem philospophischen Grundverständnis heraus
immer die diskursive Auseinandersetzung gesucht – nicht zuletzt steht
sie damit in der aufklärerischen Tradition. Die Zeit der großen
gesellschaftlichen Entwürfe ist aus Sicht der Soziademokratie einstweilen
vorbei und damit ebenso die Zeit der großen Diskussionen. Diese Diskussionen
werden – wenn auch in kleinerem Rahmen – von den Neuen Sozialen
Bewegungen gesucht und geführt. Die Realität zeigt, dass sie damit
mehr Zuspruch finden, als die Sozialdemokratie zurzeit damit finden könnte.
Überspitzt formuliert, ist die Sozialdemokratie in einigen wesentlich
Anliegen auf die Sozialen Bewegungen angewiesen und muss die Diskussionen
mit den Bewegungen und NGOs aktiv suchen.
Eine wesentliche Erkenntnis hat Alfred Zauner im Rahmen der Veranstaltung
„Organisation als Erfolgsfaktor – Perspektiven der politschen
Partei als Nonprofit-Organisation“ mit der folgenden Frage benannt:
„Welche Organisationsformen, welche Strukturen und Prozesse müssen
wir neu gestalten oder möglicherweise neu erfinden, um den politischen
Kern, die Identität unserer Partei zu bewahren und gleichzeitig in einer
deutlich veränderten Umwelt anschlussfähig zu bleiben?“
Die Zielsetzung „Anschlussfähigkeit“ fordert, dass die Organisation
(nicht die Personen dahinter) Veränderungen in der relevanten Umwelt,
z.B. öffentliche Meinung, zu einem bestimmten Thema wahrnimmt (Resonanzfähigkeit),
aber auch Signale sendet, die von der relevanten Umwelt als wichtig wahrgenommen
werden (Interventionsfähigkeit). Anders formuliert, muss die Organisation
die Fähigkeit von Trendscouts und Trendsettern erlangen – ohne
Zweifel sind das hohe Anforderungen an das innerparteiliche Kommunikationsdesign.
Einer der Hauptgründe – wenn nicht der wesentlichste - für
den größeren Erfolg der Neuen Sozialen Bewegungen blieb bisher
unerwähnt. Die Neuen Sozialen Bewegungen schaffen es auf erstaunliche
Weise, „situatives Engagement“ zu ermöglichen. Im Gegensatz
zu den meisten Parteistrukturen ist für NGOs die Bekämpfung von
Ein- und Austrittsbarrieren Teil der alltäglichen Organisationsstrategie.
Viele Menschen glauben, dass Engagement für die SPÖ mit a), der
Anschaffung eines roten Parteibuchs und b), einem lebenslangen „Glaubensbekenntnis“
zur Sozialdemokratie (Stichwort „von der Wiege bis zur Bahre“)
verbunden ist. Und das setzt voraus, dass man mit allem und jedem einverstanden
ist. Selbstkritik und Offenheit sind, so die öffentliche Wahrnehmung,
leider keine sozialdemokratischen Tugenden. Leider eilt der Sozialdemokratie
ihr Ruf voraus, es gibt aber auch strukturelle Elemente, die diesen Ruf bestätigen.
Daher gilt es zum einen bewusst gegenteilige Imagebotschaften zu senden, zum
anderen aber auch Strategien zum Abbau von Ein- und Austrittsbarrieren zu
entwerfen. Das kann heißen, die Grenze zwischen „aktiv engagiert“
sein und „sympathisieren“ bewusst aufzuweichen, z.B. durch die
gezielte Einbindung von sympathisierenden Nichtmitgliedern zur Mitarbeit an
konkreten Projekten oder Initiativen.
Aber auch eine strategische Neuausrichtung der Mitgliederarbeit muss angedacht
werden: Zum einen ist die Rolle einer starken Mitgliederbasis als Voraussetzung
für den Erfolg zu hinterfragen. Neue Soziale Bewegungen zeigen, dass
die formale Trennung zwischen Mitgliedern und Nichtmitgliedern als politische
Basis den Erfordernissen der Zeit oft nicht mehr entspricht. Zum anderen hat
sich die Motivation, Mitglied einer Partei zu werden, in den letzten Jahrzehnten
grundlegend geändert – historische Erlebnisse, die für politische
Bindung sorgten, sind heute nicht mehr gegenwärtig, eine Parteimitgliedschaft
verhilft heute nur noch selten zu einem Arbeitsplatz oder einer Wohnung.
Auch die Erwartungen der Mitglieder haben sich dementsprechend verändert
– wie ist weitgehend unbekannt. Eine Umfrage der SPÖ Steiermark
unter Mitgliedern und Nichtmitgliedern ergab, dass eine Mitgliedschaft dann
interessiert, wenn die Partei erstens starke Mitbestimmungs- und Gestaltungsmöglichkeiten,
zweitens umfassende Informationen und drittens interessante Serviceangebote
anbietet. Demnach muss das zentralistische Denken, dass Entscheidungen von
der politischen Führung alleine getroffen werden und die Mitglieder sie
dann im Gespräch verkaufen müssen, aufgebrochen werden. Der Aufbau
parteiinterner Demokratie durch Urabstimmungen unter den Mitgliedern über
zentrale Positionierungen oder Personalentscheidungen auf allen Ebenen wäre
sicherlich eine wichtige Reform im Sinne einer zukunftsfähigen Sozialdemokratie.
Wer sich für eine Mitgliedschaft entscheidet, hat offenbar auch Interesse
an Politik und den Prozessen dahinter – dieses Informationsbedürfnis
muss gestillt werden . Interessante Serviceangebote können von Diskussions-
und Bildungsveranstaltungen bis hin zu Freizeitangeboten reichen.
Die Sozialdemokratie muss die Fähigkeit entwickeln, rascher Entwicklungen
ihrer Interessensgruppen wahrzunehmen und steuernde Signale zu senden. Auch
eine Orientierung an den Erwartungen und Interessen von Mitgliedern und SypathisantInnen
ist anzustreben – dazu müssen diese aber erst erkannt werden. Vor
allem gilt es aber, Eintrittsbarrieren für potentiell Interessierte abzubauen.
Es müssen Anstrengungen unternommen werden, nicht länger als Apparat
sondern eher als Bewegung wahrgenommen zu werden.
literatur:
Graf-Götz,
Friedrich (2001): „Projektbericht: Politische Bindungen schaffen. Ein
neuer Zugang zum Thema Mitgliederarbeit“. Renner-Institut, Wien. URL:
http://www.renner-institut.at/download/texte/mitglied.pdf (August 2004)
Hitzler, Ronald (1995): „Auf dem Weg in die „Strukturdemokratie“
– zur Extension des politischen Handelns“ In: Kurswechsel 1/1995,
Wien: Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen
(BEIGEWUM)
Matjan, Gregor (1995): „Individualisierung als politische Dynamik“
In: Kurswechsel 1/1995, Wien: Beirat für gesellschafts-, wirtschafts-
und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM)
Neidhardt, Friedhelm / Rucht, Dieter (1993): „Auf dem Weg in die „Bewegungsgesellschsaft“?“
In: Soziale Welt 3/1993
Raschke, Joachim (1985): Soziale Bewegungen. Ein historisch-systematischer
Grundriss. Frankfurt a.M. / New York: Campus
Rucht, Dieter (2004): Antöße für den Wandel – Soziale
Bewegungen im 21. Jahrhundert. Vortrag für „Die Bewegungsstiftung
– Antöße für soziale Bewegungen“ in Berlin. URL:
http://www.wz-berlin.de/zkd/poem/pdf/stiftung_vortrag04.pdf (letzer Besuch:
August 2004)
Schiller, Theo (2001) aus Gabriel, Oscar et al (Hg.): Parteiendemokratie in
Deutschland. Opladen: Bundeszentrale für politische Bildung.
Zauner, Alfred (2000): Organisation als Erfolgsfaktor - Perspektiven der politischen
Partei als Nonprofit-Organisation. Einleitungsreferat zur gleichnamigen Veranstaltung
des Renner-Instituts in Wien. URL: http://www.renner-institut.at/download/texte/zauner.pdf
“Volksparteien
Mittelspur Abgrenzung im Notfall nur zur Fönfrisur
Börsengang Abgesang mitgehangen mitgefangen alle bangen
Dotcomsterben doch nichts erben Brot erwerben Traum in Scherben - weiter werben
Und ein müdes Model zählt voll Frust die Haare auf der Heldenbrust
- wieder keine Lust. (...)
Hat irgendwer gesagt es wäre Zeit für Helden?
Wir kommen um die anderen Helden abzumelden“
(Wir sind Helden / „Heldenzeit“)
links zum thema
www.wz-berlin.de/zkd/poem/
Arbeitsgruppe „Politische Öffentlichkeit und Mobilisierung“
am Wissenschaftszentrum für Sozialforschung (Berlin)
www.attac.de/ags
Übersicht über bundesweite Kampagnen und AGs von ATTAC Deutschland
www.socialforum.at
Homepage des Austrian Social Forums (ASF) mit zahlreichen weiterführenden
Links zu Thema Neue Soziale Bewegungen.
diskurs: „neue soziale bewegungen“ über „den frischen wind in der politischen arena: neue soziale bewegungen“ diskutieren claudia hahn und josef zehetner mit dem autor jakob huber. |